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6 Mythen über Allergien bei Säuglingen und Kindern

Jeder Ausschlag bei einem Kind ist das Ergebnis einer Allergie... Mythos oder Wahrheit? Dies ist nur einer der verbreiteten Mythen, die häufig unter uns kursieren, die aber in der Regel nicht wahr sind. Solche Mythen werfen Fragen auf und bereiten den Eltern Sorgen, wenn die Kinder heranwachsen. In diesem Artikel stellt Frau Dr. Anja Koren Jeverica, Kinderärztin und Allergologin, sechs verbreitete Mythen über Allergien bei Säuglingen und Kindern vor und löst sie.

Mythos Nr. 1: Eine allergenarme Kost während der Schwangerschaft und Stillzeit verringert die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind eine Nahrungsmittelallergie entwickelt.

Dieser Mythos stimmt nicht! Es gibt bis dato keine Beweise dafür, dass dies zutrifft, daher raten wir davon ab, eine allergenarme Diät (ohne Eier, Milch und Erdnüsse) während der Schwangerschaft und Stillzeit zu machen. Schwangere und stillende Mütter sollten sich so abwechslungsreich und natürlich so gesund wie möglich ernähren - und nur dann eine allergenarme Kost einführen, wenn beim Säugling eine Allergie bestätigt wird.

Mythos Nr. 2: Jeder Ausschlag wird durch eine Allergie verursacht.

Dieser Mythos stimmt nicht! Ausschläge sind meistens eine Infektion oder eine ansteckende Krankheit oder eine andere Art von Hautausschlag, der normalerweise nicht mit einer Allergie gegen Nahrungsmittel oder andere Substanzen in Verbindung gebracht wird.

Mythos Nr. 3: Jedes Verdauungsproblem ist eine Nahrungsmittelallergie.

Dieser Mythos stimmt nicht! Bis zu 80% aller Säuglinge haben Verdauungsprobleme wie Verstopfung, Koliken und Regurgitation. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um eine Nahrungsmittelallergie, aber einige Säuglinge profitieren von einer milchfreien Ernährung, von hypoallergener Milchnahrung oder Hydrolysaten, wobei extensive Hydrolysate am besten geeignet sind.

Mythos Nr. 4: Eine allergenarme Diät kann atopische Dermatitis heilen.

Dieser Mythos stimmt nicht! Auslöser für eine Verschlechterung der atopischen Dermatitis sind neben der Ernährung auch verschiedene andere Faktoren wie Infektionen, trockene Luft, Schwitzen und psychischer Stress. Die meisten Kinder mit atopischer Dermatitis, insbesondere in leichter Form, haben keine Nahrungsmittelallergie, so dass die Ernährung in solchen Fällen keinen großen Einfluss hat.

Mythos Nr. 5: Ein Kind mit Kuhmilchallergie kann Ziegen-/Schafsmilch und laktosefreie Milch trinken.

Dieser Mythos stimmt nicht! 90% der Kinder mit einer Kuhmilchproteinallergie werden auch auf Ziegen- oder Schafsmilch reagieren. Mit anderen Worten: Ein Kind, das problemlos Ziegenmilch konsumiert, ist höchstwahrscheinlich nicht allergisch gegen Kuhmilch. Laktosefreie Milch ist auch bei einer Kuhmilchproteinallergie nicht geeignet. Wenn ein Kind also problemlos laktosefreie Milchprodukte verzehrt, ist es mit Sicherheit nicht allergisch gegen Milch.

Mythos Nr. 6: Ein Kind mit einer Erdnussallergie kann Baumnüsse essen.

Dieser Mythos ist wahr! Dies sind zwei verschiedene Allergene. Erdnüsse sind Hülsenfrüchte und wachsen unterirdisch, während Baumnüsse auf einem Baum wachsen. Beispiele für Baumnüsse sind: Haselnüsse, Mandeln, Walnüsse, Cashewnüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse und Pekannüsse.

Kuhmilchproteinallergie oder Laktoseintoleranz?

Die Kuhmilchintoleranz ist bei Kindern ein recht häufiges Problem. Obwohl die Symptome bei Kuhmilchallergie und bei Laktoseintoleranz ähnlich sind, muss man beide Beschwerden voneinander unterscheiden.

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Tajana Würth
Tajana Würth,
Milchnahrungsexpertin

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Redaktion Novalac
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