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Spiele und Spielsachen, die die seelische Entwicklung im ersten Lebensjahr fördern

Das Thema des vergangenen Monats war die seelische Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr. Die Absicht dieses Textes aber ist, Spiele und Spielsachen vorzustellen, die im ersten Jahr aktuell sind und ihm bei der Entwicklung gewisser psychischer und physischer Fähigkeiten helfen. Dieser Beitrag wird Eltern bei der Auswahl von Spielsachen für ihr Baby behilflich sein, vor allem aber werden sie die Entwicklung des Babys verstehen.

Die ersten drei Monate

Studien haben gezeigt, dass das Kind schon bald nach der Geburt an der Umgebung interessiert ist. Am liebsten beobachtet es das Gesicht. Deshalb sind in den ersten drei Monaten solche Spiele am besten geeignet, die sich auf das Gesicht, die Kommunikation und den Körperkontakt beziehen. Die Fähigkeit des Babys, ein soziales Lächeln zu entwickeln, die Gesichtsausdrücke nachzumachen und die erste Form der Konversation zu entwickeln, bieten Eltern viele Möglichkeiten für das Spielen mit dem Baby. Spiele, bei denen sie Gesichtsausdrücke nachmachen und die verbale Ermutigung des Kindes zur gegenseitigen Kommunikation mit den Eltern stimulieren die Vokalisierung. Auch das Singen von Kinderliedern und Geschichten erzählen sind für das Baby nützliche und unterhaltsame Spiele, durch welche es die Sprache kennenlernt. Außerdem beruhigen Singen und Erzählen das Kind.

Obwohl die motorischen Fähigkeiten für anspruchsvolleres Manipulieren mit Objekten beim Baby in den ersten drei Monaten noch nicht entwickelt sind, ist es von großer Bedeutung, dass das Baby von mehreren vielfältigen Objekten umkreist wird und dass es durch verschiedene Sinnesorgane die Gehirnaktivität fördert. Gleich nach der Geburt beobachtet das Kind sehr gerne bunte Farben und Objekte, die sich bewegen und interessante Töne von sich geben. All dies bereitet ihm Vergnügen und stimuliert sein sich entwickelndes Gehirn. Deshalb ist es angebracht, dass das Bett des Neugeborenen bzw. des Babys bunte Objekte umkreisen, dass über dem Bett Spielsachen, die bei der Berührung interessante Töne von sich geben (z.B. verschiedene Rasseln u.ä.), hängen.

Obwohl das Baby in dieser Periode motorisch noch nicht fähig ist, die Objekte genau zu bewegen (sie zu wenden, umzustellen…), kann es durch Beobachten einige Grundregeln der Objektwelt lernen. Es ist angebracht, das Baby mehrmals in Situationen zu bringen, wo es beobachten kann, wie andere mit Spielobjekten umgehen (z. B. es beobachtet einen Erwachsenen, wie er ihm Spielobjekte zeigt, wie er diese umstellt und in die Luft schmeißt…).

Vom dritten bis zum sechsten Monat

Die Fähigkeiten des Babys, mit Objekten zu spielen, schreiten schnell voran, deshalb sind in dieser Periode solche Spiele am meisten geeignet, die das Bewegen von Objekten stimulieren, wo Objekte versteckt werden und Spiele, die Objekte beinhalten. Das Baby ist nach dem vierten Monat schon fähig Handlungen nachzumachen, die andere an Objekten ausführen (nur diejenigen Handlungen, die es selbstständig ausführen kann), deshalb sind für diese Periode auch Spiele geeignet, wo gegenseitiges Nachmachen der Handlungen mit Objekten (z.B. Schwenken mit Objekten, Objekte werfen, Objekte umstellen…) vorkommen.

Das Spielen des Babys mit Objekten ist vor allem an die Erforschung der Objekte gerichtet. Deshalb sind für diese Periode kleine und leichte Spielsachen geeignet, die das Kind in die Hand nehmen kann. Die Erforschung der Oberfläche der Objekte ermöglicht die Entwicklung des Tastsinns, deshalb sind Objekte mit unterschiedlichen Oberflächen geeignet (mehr oder weniger raue Objekte…). Außerdem ist die Materialbeschaffenheit des Spielzeugs wichtig, da das Baby die Spielsachen in den Mund nimmt (der Grund dafür ist unter anderem auch das Zahnen). Geeignet sind Spielsachen aus weichem Plastik (Schlüssel, Ringe und andere Formen), Gummitiere, die beim Druck interessante Geräusche machen und Ähnliches, aber auch Spielsachen aus Baumwolle, die einfach zu waschen sind und keine Fasern lassen, wie z.B. Plüschspielsachen.

Vom sechsten bis zum neunten Monat

Nach dem sechsten Monat beginnt das Baby inkooperativen Spielen mit den Erwachsenen (z.B. Ene, mene, miste, Hoppe, hoppe, Reiter) mitzumachen, was bedeutet, dass es mit seinem Verhalten schon in der Lage ist, in einfachen sozialen Spielen mitzuspielen. Obwohl das Baby z. B. genau weiß, dass es vom Erwachsenen am Ende des Reims gekitzelt wird, spielt es mit dem Erwachsenen zusammen, sodass es seine Erwartungen verbirgt. Zwischen dem siebten und dem neunten Monat fangen Babys an, Objekte in der sozialen Kommunikation zu verwenden. Sie zeigen, was sie alles mit ihnen machen können, sie bieten sie anderen an und erwarten danach, dass sie sie zurückbekommen.

Um den neunten Monat herum fängt die Fähigkeit der verbundenen Aufmerksamkeit an sich allmählich zu entwickeln, was dem Baby ermöglicht, dass es gleichzeitig auf das Objekt und auf seinen Spielpartner aufmerksam sein kann, was es davor nicht konnte. Deshalb sind für diese Periode schon Spiele mit Objekten (Weiterreichen, Austausch von Objekten…) geeignet. Gegen Ende dieser Periode fängt das Baby langsam an zu begreifen, wofür einige Objekte dienen. Deshalb sind solche Spiele geeignet, bei denen man Handlungen in der Welt der Erwachsenen nachmachen muss. Wie schon im vergangenen Artikel vorgestellt wurde, tritt die Angst vor der Trennung von den Eltern bzw. Pflegern auf. Spiele wie "Kuck, kuck" und "Wo ist", wobei sich der Erwachsene aus dem Sichtfeld des Babys entfernt, danach jedoch wieder auftaucht oder das Gesicht des Babys verdeckt, oder sein eigenes Gesicht z.B. mit einer Stoffwindel verdeckt und nachher wieder aufdeckt, oder das Baby macht das Gleiche, helfen dem Baby, die Angst vor der Trennung zu überwinden.

Die Eltern beweisen nämlich dem Baby allmählich, dass sie immer zu ihm zurückkommen, was dem Kind ein Gefühl der Sicherheit gibt. Im Hinblick auf die Tüchtigkeit, die das Kind entwickelt hat, sind für diese Periode vor allem Spielsachen mit einer Funktion (Autos, Puppen, Telefone, Becher, Würfel, Becher die aufeinander gestellt werden und ähnliche Objekte) geeignet. Oder auch sich bewegende Objekte (z.B. ein Ball), die die Bewegung, Kriechen und später das selbständige Gehen fördern.

Vom neunten bis zum zwölften Monat

Ein wichtiger Meilenstein, der Ende des ersten Jahres erfolgt, ist, dass ansatzweise symbolische Spiele auftreten. Das bedeutet, dass das Kind anfängt, beim Spielen Spielsachen zu verwenden, die Objekte aus der realen Welt symbolisieren, und zwar verwendet es sie in der Art, wie wenn es richtige Objekte wären (z.B. der Hörer eines Spieltelefons wird zum Ohr gehalten wie ein richtiger Telefonhörer). Das Kind stellt sich also während des Spielens vor, dass es mit einem richtigen Objekt manipuliert, obwohl es weiß, dass es nur ein Spielzeug ist. Um dem Kind den Beginn der Entwicklung der symbolischen Spiele so gut es geht zu erleichtern, ist es sinnvoll, dass wir ihm Spielzeug zur Verfügung stellen, dass so gut es geht, an reale Objekte erinnert. Studien haben nämlich gezeigt, dass beim Spielen öfters symbolische Handlungen auftreten, wenn Kinder mit Spielsachen spielen, die realen Objekten ähneln, als mit weniger strukturierten Spielsachen.

Neben geeigneten Spielsachen ist für das Fördern der symbolischen Handlungen auch die Mitwirkung der Erwachsenen beim Spielen wichtig. Mit Hilfe von Erklärungen und Stimulierungen des reiferen Mitspielers (es ist nicht nötig, daß es einer der Eltern ist, es kann auch ein einige Jahre älterer Bruder oder Schwester sein), wendet das Kind beim Spielen mehr symbolische Handlungen an, als wenn es selbst spielen würde, was seine Entwicklung fördert.

Am Ende des ersten Jahres sind beim Spielen auch Tätigkeiten und Spielsachen gefragt (vor allem Objekte, die sich bewegen), die das Kind zum selbstständigen Gehen anregen.

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