Tropenfrüchte

In den letzten Jahren kommen wir oft in Kontakt mit Tropenfrüchen, warum also sollten wir nicht über Tropenfrüchte sprechen. Um zu gedeihen, benötigen sie hohe Temperaturen und viel Sonne. Die Früchte sind trotz höllischen Bedingungen, in denen sie aufwachsen, erfrischend und voll von Vitaminen und Mineralstoffen.

Tropenfrüchte beleben außerdem die Speisekarte ihrer Babys und Kleinkinder. Wenn ihnen die Ideen zum Vorbereiten der Mahlzeiten ausgehen, stellen Tropenfrüchte mit viel Wasser und einem reichen Vorrat am Vitaminen und Mineralstoffen, eine interessante und geschmackvolle Ersatzmahlzeit oder Beikost dar. Reife und richtig gehaltene Früchte sind aromatisch, enthalten Säuren, Faserstoffe und ätherische Öle.

Intensive Farben sind charakteristisch für Tropenfrüchte und unsere Kleinkinder essen auch mit den Augen. Farbliche Moleküle in pflanzlichen Lebensmitteln bilden 2000 Pigmente, die die Farbe beitragen und starke Antioxidantien enthalten. Je intensiver die Fruchtfarbe, desto größer die Wirkung der Antioxidantien. Intensive Farben, viele Vitamine und Mineralstoffe sind charakteristisch für Tropenfrüchte.

Zu Tropenfrüchten gehören:

Avocado

Die Avocado hat ihren Ursprung in Südamerika, wo sie schon vor siebentausend Jahren genutzt wurde. Es gibt mehrere Sorten von Avocado. Manche haben eine glatte und grüne Außenschale, andere sind runzelig und rau, die Farbe ist sehr dunkel, fast schwarz. Das Fruchtfleisch einer reifen Avocado ist gelb oder gelbgrün, der Geschmack ist cremig, nussartig. Bei uns ist sie das ganze Jahr über erhältlich, meistens stammt sie aus Israel.

Die Avocado gehört zu den sehr nahrhaften Früchten, da sie gesättigte Fettsäuren (Palmitoleinsäure, Ölsäure, Linolsäure und Linolensäure) enthält, die für den Organismus von existenzieller Bedeutung sind. Sie enthält auch viel Eiweiß, Kalium, Lezithin, Folsäure, Vitamin A, E, B2, B6 und C.

Die Frucht kann frisch verzehrt werden. Man kann sie in Scheiben oder Stücke schneiden oder man zerdrückt das Fruchtfleisch mit einer Gabel und streicht es auf das Brot. Man kann ihr auch mehrere Gewürze dazubeigeben, süße (Zimt) oder saure (Zitrone). Avocadostücke können in Obst-Brei o-der Getreide-Obst-Brei eingemischt werden, oder sie kann zerkocht verschiedenen Suppen oder Beilagen hinzugefügt werden. Da das Fruchtfleisch schnell oxidiert, empfehlen wir, es mit Zitronensaft zu beträufeln.

SPINATSUPPE MIT AVOCADO

  • 150 g Zwiebel
  • 200 g Kartoffeln
  • Olivenöl
  • 450 g Spinat
  • 3 dl Magermilch
  • 4 dl Wasser
  • Gemüsesuppenwürfel
  • Avocado 1 Stück
  • Salz
  • Muskatnuss

Zubereitung:

Zwiebel zerschneiden. Kartoffeln schälen, waschen und würfeln. Zwiebel leicht in Öl anbraten, Spinat und Kartoffeln dazugeben. Mit Milch und Wasser aufgießen, leicht mit Salz abschmecken (kein Salz bei Babys) und kochen, bis die Kartoffeln weich werden. Avocado schälen, würfeln und zur Suppe geben. Alles zusammen mit einem Stabmixer pürieren und die Muskatnuss dazugeben.

AVOCADO-BREI

  • 1 Banane
  • 1/3 Avocado (geschält)
  • Orangensaft zum Verdünnen

Zubereitung:

Mit einem Stabmixer alle Zutaten mischen und sofort servieren, damit es nicht zur Braunverfärbung kommt.

Sternfrucht

Die Sternfrucht ist eine sternförmige Frucht mit säuerlichem und fruchtigem Geschmack. Sie wächst auf dem gleichnamigen Baum (Averrhoa carambola) im tropischen Asien.

Ein naher Verwandter der Sternfrucht ist der weniger bekannte, grüne und saure Bilimbi, der in Südostasien gezüchtet und verkauft wird. Die Heimat der Sternfrucht sollen angeblich Sri Lanka, die Inselgruppe Molukken oder Indien sein, die Europäer haben die erste Beschreibung dieser Frucht schon im 17. Jahrhundert finden können.

Die Sternfrucht ist eine gute Quelle von Vitamin C. Sie enthält Oxalsäure und etwas Kalium.

Ihre Schale ist essbar, glatt und leuchtend, das Fruchtfleisch ist saftig und knusprig. Es hängt von der Sorte und der Erntezeit ab, ob die Früchte süßer oder saurer schmecken. Die geschnittene Sternfrucht ist einer der dekorativsten Früchte. In Asien wird aus ihr Marmelade und Kompott gekocht, sie wird gebacken und aus ihr werden Getränke verarbeitet. Die Sterne der Sternfrucht verschönern Fruchtsalate, Fleisch-, Fisch- und Gemüsegerichte.

STERNFRUCHT – BREI (für 4 Personen)

  • 4 Sternfrüchte
  • 1/2 L Wasser
  • 150 g Zucker
  • 3 Esslöffel Speisestärke
  • 1 Becher Schlagobers
  • 1 Esslöffel Waldhonig

Zubereitung:

Sternfrüchte waschen und würfeln. Mögliche braune Ränder vorher abtrennen. Stücke in Wasser zerkochen. Sobald sie weich sind, mit einem Stabmixer pürieren. Speisestärke in kaltes Wasser einrühren und dem Sternfrucht-Brei hinzufügen. Alles zusammen mit ständigem Mischen kochen. Schlagobers und Honig steif schlagen. Schlagobers dem Brei hinzugeben und servieren.

Kiwano

Die Kiwano ist eine Frucht orange-gelber Farbe und hat warzenförmige Erhebungen, aus denen Stacheln herauswachsen. Sie ist mit der Gurke und der Melone verwandt und ist ungefähr 15 cm lang.

Die Früchte enthalten viel Vitamin A, B und C und körperwichtige Mineralstoffe (Magnesium, Calcium, Kalium und Phosphor).

Das Fruchtfleisch ähnelt einem Gelee und wird in Obstsalaten und Süßspeisen verwendet. Um die Frucht roh zu genießen, schneiden wir sie in zwei Hälften und löffeln das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus. Der Geschmack kann mit Zugabe von Zitronensaft und Schlagobers verfeinert werden.

BUTTERMILCHCREME MIT KIWANOSAUCE

  • 35 g Zucker
  • 100 ml süßer Schlagobers
  • Blattgelatine
  • 1 Vanilleschote
  • Himbeeren
  • 2 Kiwanos
  • 250 ml Buttermilch
  • 11 Löffel Limettensaft
  • Zitronenmelisse

Zubereitung:

Kiwano der Länge nach halbieren und mit einem Löffel das Fruchtfleisch aushöhlen. Blattgelatine im kalten Wasser erweichen. Buttermilch, Zucker und Limettensaft schaumig schlagen. Blattgelatine auspressen, danach auflösen und sie lauwarm in die Buttermilch vermischen. Kalt stellen, bis es fest wird. Den Schlagobers steif schlagen. Die Kiwanohälften auffüllen und im Kühlschrank mindestens 1 Stunde kühlen lassen. Zwischendurch das Fruchtfleisch mit Puderzucker und Vanillemark würzen. Gefüllte Kiwanos auf einen Teller legen, das Fruchtfleisch hinzugeben und mit Himbeeren bestreuen.

Litschi

Der Litschibaum hat charakteristische eiförmige, rosafarbene oder rote Früchte. Unter der Schale verbirgt sich das weiche weiße Fruchtfleisch mit süß-saurem Geschmack. Die Heimat von Litschi (Litschi chinesis) ist Südostasien. Sie ist besonders beliebt in China, wo sie als beste Frucht sogar von den chinesischen Kaisern verehrt wurde. Dort war sie so wertvoll, daß man mit ihr einst Steuern zahlen konnte, noch heute gilt diese Frucht aber als meist gewünschtes Neujahrsgeschenk. Die Frucht, die nach Form und Farbe an ein Herz erinnert, gilt in China als ein Liebessymbol.

Die Litschi enthält viele für die Gesundheit nützliche Inhaltsstoffe wie Vitamin C und B, Kupfer, Phosphor, Magnesium und Kalium. Der Durchschnittswert an Vitamin C in Litschi beträgt 72 g auf 100g Obst.

Die Frucht wird vor allem roh gegessen. Davor entfernen wir die schwache Schale, so wie bei einem gekochten Ei. Die Frucht wird vom Kern aus gegessen. Litschi ist eine ausgezeichnete Beilage zu Obstsalaten. In der exotischen Küche wird Litschi oft zusammen mit Geflügel und anderem Fleisch zubereitet, aber auch zur Verbesserung der Saucen. Getrocknete Litschi kann auch im Tee anstatt Zucker verwendet werden.

LITSCHI STIELEIS

  • ½ Becher Himbeeren
  • 1 ½ Löffel Wasser
  • 1 Becher Ahornsirup
  • 1 kg geschälte Litschis
  • 2 Löffel Zitronensaft
  • 6‒8 Eisstiele

Zubereitung:

Himbeeren, Wasser und den halben Becher Ahornsirup mit Mixer in eine glatte Masse rühren. Stieleismodelle zur Hälfte füllen und die Eisstiele hinein stecken. In die Kühltruhe legen. Zwischendurch Litschi waschen und in Stücke schneiden. Fruchtfleisch der Litschis, Zitronensaft und den Rest vom Ahornsirup in eine glatte Masse rühren. Danach die Stieleismodelle aus dem Kühlregal nehmen und die Litschimasse auf die gefrorene Himbeermasse schütten. Zurück in das Kühlfach legen, bis es fest wird. Litschi Stieleis ist eine schmackhafte und vitaminreiche Mahlzeit, über die sich besonders Kinder freuen werden.

Mango

Die Mango ist eine längliche, nierenförmige Frucht und hat eine glatte lederne Schale. In Asien wird sie schon mehr als 4000 Jahre gezüchtet, ihre Urheimat ist angeblich Indien. Nach der indischen Volksüberlieferung symbolisiert die Mango das Leben und ist die indische Nationalfrucht.

Es gibt mehr als tausend Mango-Sorten, die sich untereinander nach Form und Farbe unterscheiden. Die Früchte können grün, gelb, orange oder rötlich sein.

Neben dem reichen Geschmack enthält die Mango auch viele Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien und besitzt viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Sie ist eine ausgezeichnete Quelle von Vitamin A und C, sie enthält aber auch wertvolle Mengen von Kalium. Da sie fasernreich ist, beugt sie Verstopfungen vor. Das glatte und weiche Fruchtfleisch einer Mango ist süß und sehr saftig, da es viel Wasser enthält und somit diese Frucht sehr erfrischend macht.

MANGO-PALATSCHINKEN

  • 300 g Kartoffeln
  • 300 g Mangos
  • 2 Eier
  • Vanillezucker
  • Zimt
  • Zitronenschale
  • Mehl
  • Staubzucker

Zubereitung:

Kartoffeln schälen, gut waschen und gut reiben. Mit den Händen auspressen. Mangos waschen und in dünne Scheiben schneiden. Den Kartoffeln Mangos, Eier, Vanillezucker, Zimt Zitronenschale und nach Bedarf Mehl hinzufügen. Alles zusammen gut vermischen. In der Palatschinkenpfanne Öl aufheizen, 3 Löffel von der Masse hinein gießen und gleichmäßig auf der Pfanne verteilen. Die Palatschinken werden etwas dicker gebraten. Wenn sie gebraten sind, werden sie mit Puderzucker

Papaya

Die Papaya ist eine Frucht, die von 10 bis zu 80 cm groß wird, die schwersten Früchte wiegen sogar mehr als 10 kg. Der Form nach können Papayas rund, birnenförmig, länglich oder eiförmig sein.

Ursprünglich wachsen Papayas in den Tropen Südostasiens. Schon lange vor der Ankunft der Europäer, wurden sie von den Ureinwohnern gepflückt und verwendet.

Die Papaya sollte man roh verwenden und verzehren. Davor sollte man sie natürlich schälen, in zwei Hälften trennen und mit einem Löffel die Kerne aushöhlen. Da die Papaya nicht viel Fruchtsäure enthält, kann man sie mit Limettensaft beträufeln. Natürlich kann sie auch bei der Vorbereitung verschiedener Desserts, Marmeladen und Beilagen verwendet werden. Es ist jedoch wichtig, dass eine geschnittene Papaya so schnell wie möglich verbraucht bzw. verzehrt wird.

REISPUDDING MIT PAPAYA (für 8 Personen)

  • 2 Schale Wasser
  • 1 Schale Reis
  • Salz
  • 2 Schalen Milch
  • ¼ Schale Zucker
  • Zimt
  • ½ Schale Rosinen
  • 1 Schale Kokos
  • 1 Schale Papayas

Zubereitung:

Reis in Wasser kochen und mit einer Prise Salz würzen. Milch dazugeben, mischen bis der Reis die Hälfte der Milch einzieht. Zucker, Zimt und Rosinen hinzumischen. Weiter kochen bis die restliche Milch eingezogen wird. Kokos und Papaya hinzumischen. Servieren sie ihn kalt oder warm.

Maracuja – Passionsfrucht

Die Maracuja ist eine runde bzw. ovale Frucht. Wenn sie ausreift, wird sie gelb oder dunkel violett und hat ein weiches bzw. ein etwas härteres Inneres mit vielen Kernen. Die Frucht kann gegessen oder gepresst werden. Der Saft wird oft zu anderen Früchten als Aromaverstärker hinzugefügt.

Es gibt zwei Sorten von dieser Frucht, die sich voneinander äußerlich deutlich unterscheiden. Und zwar, die hellgelbe Sorte der Passionsfrucht, bekannt auch unter dem Namen goldene Passionsfrucht, die so groß wie eine Grapefruit werden kann. Diese hat eine weiche, glatte, leichte und luftige Schale. Und die dunkelviolette Passionsfrucht, die kleiner als eine Zitrone ist. Sie ist nicht so sauer wie die gelbe, hat aber ein stärkeres Aroma und Geschmack.

Die Frucht enthält Zitronensäure und Apfelsäure, Amylopektin, Flavonide, Fettöl und Vitamin C. Sie versorgt unseren Körper auch mit Vitamin B und Eisen, Kalium und Faserstoffen.

Die südamerikanischen Indianer kannten die Passionsfrucht als Heilpflanze gut. Sie wurde öfters auch in der brasilianischen Volksmedizin verwendet. Der spanische Arzt Monardes hat sie im Jahre 1569 in Peru entdeckt.

MARACUJA-MOUSSE

  • 10 Maracujas
  • 2 dcl Schlagobers
  • 5 Löffel Zucker
  • etwas Vanille
  • 2 Eiweiße

Zubereitung:

Zuerst 8 Maracujas in ein Sieb legen und den Saft von den Kernen trennen. Die Kerne behalten. Schlagobers mit Zucker und Vanille steif schlagen. Eiweiß steif schlagen. Saft mit dem Schlagobers verrühren. Dazu dann zuerst 1/3 Eiweiß hinzufügen und vorsichtig vermischen, danach noch den Rest des Eiweißes hinzufügen. In 4 Gläser gießen. 2 große Löffel voll Kernen mit dem Rest der Maracujas vermischen und über die Mousse in den Gläsern gießen. Im Kühlschrank ungefähr eine Stunde kühlen lassen.

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