Obst-Breie

In der Ernährung zählen zu Obst alle essbaren Pflanzenfrüchte, die auch Fructose bzw. Fruchtzucker enthalten. Schon unsere Vorfahren wurden vom süßen Geschmack des Obstes angezogen. Erfahrungen haben sie nämlich gelehrt, dass süßer Geschmack gewährleistet, dass die Frucht nicht giftig ist. Außer Fructose kann Obst auch andere Zucker enthalten (Glucose, Saccharose), die aber alle einen süßen Geschmack haben und Energie spenden.

Obst ist auch eine ausgezeichnete Quelle verschiedener anderer Nährstoffe: Vitamin C, Carotinoiden, Folsäure, Antioxidantien und Ballaststoffe. Bei der Einführung neuer Lebensmittel in die Ernährung des Babys ist Obst, gerade wegen seines süßen Geschmacks, nicht mehr an erster Stelle. Neue Richtlinien empfehlen Obst am Ende in die Ernährung des Babys einzuführen, wenn schon ein Großteil an Gemüse, Fleisch und Fisch eingeführt worden ist.

Es wurde festgestellt, dass Babys den Geschmack von Gemüse und anderen weniger süßen Lebensmitteln leichter annehmen, wenn wir sie mit süßen Lebensmitteln später bekanntmachen. Der einzige Geschmacksinn, den Babys mit auf die Welt bringen, ist nämlich der Geschmackssinn für Süßes. Früher hat man Babys als erstes Gericht Apfelmus oder pürierte Bananen gegeben, was zur Folge hatte, dass es bei einer Mehrheit der Babys große Probleme mit der Einführung von Gemüse gab. Heutzutage wird die Dauer des ausschließlichen Stillens ständig verlängert, bis hin zum sechsten Lebensmonat, danach ist es aber höchste Zeit vor allem Fleisch und Fisch einzuführen. Dies sind die einzigen guten Quellen an Eisen, das das Baby in diesem Lebensalter unbedingt benötigt, denn seine Gewebereserven sind erschöpft. Wenn wir im 6. Lebensmonat Obst einführen, kommen Gemüse und Fleisch erst im 8. oder 9. Lebensmonat an die Reihe. In der Zwischenzeit kann sich beim Baby eine Anämie, aufgrund von Eisenmangel entwickeln, begleitet von Appetitlosigkeit, was die Einführung von Lebensmitteln noch zusätzlich erschwert.

Deshalb beginnen wir Obst-Getreide-Breie erst nach der Einführung von Gemüse, Fleisch und Getreide einzuführen. Fruchtsaft jedoch können wir schon früher Gemüse-Fleisch-Breien beigeben, da der Vitamin C-Gehalt in Säften die Eisenabsorption unterstützt. Am geeignetsten ist die Verwendung von frisch gepressten Säften, die wir, 2–3 Löffel pro Mahlzeit, den Gemüse-Fleisch-Kartoffel-Breien beimischen.

Zwei Monate nach der Einführung von Mischkost ist es an der Zeit, die dritte Milchmahlzeit mit einem Obst-Getreide-Brei zu ersetzen und das Kleinkind so auch mit Obst bekannt zu machen.Da Obst und Getreide nur wenig Eiweiß enthalten, können Obst-Getreide-Breie nur als Ergänzung von anderen eiweißreichen Mahlzeiten dienen. Obst-Getreide-Breie sind jedoch auch eine reiche Quelle an Mangan, Kupfer, Zink und Vitaminen B6 und C. Wenn wir Obst-Getreide-Breien noch einen Löffel Frischkäse oder Naturjogurt beimischen, bereichern wir die Mahlzeit auch mit Eiweiß.

Haferflocken mit Marillen

  • 20 g Haferflocken
  • 90 ml Wasser
  • 100 g Marillen
  • 5 g Rapsöl

Zubereitung:

Haferflocken in Wasser kochen. Frische, reife Marillen würfeln oder pürieren und in gekochte, abgekühlte Haferflocken mischen. In den Brei noch ein Teelöffel Rapsöl einmischen und dem Kleinkind servieren. Wenn wir das Kleinkind das erste Mal mit Marillen bekanntmachen, ist es besser sie zu überkochen.

Birne mit Weizengrieß

  • 15 g Weizengrieß
  • 100 ml Wasser
  • 100 g Birnen, geschält
  • 15 ml Johannisbeerensaft
  • 5 g ulja Rapsöl

Zubereitung:

Birnen schälen, würfeln und kurz überkochen um sie zu erweichen. Birnenstücke aus dem Wasser nehmen, pürieren und den Grieß im verbliebenen Wasser kochen. Abgekühlten Weizengrieß mit Birnen-Brei, Johannisbeerensaft und Teelöffel Rapsöl vermischen und dem Kleinkind servieren..

Reis mit Bananen und Avocado

  • 20 g Reis
  • 60 g Bananen
  • 30 g Avocado
  • 15 ml Orangensaft

Zubereitung:

Reis in Wasser kochen. Eine reife Banane und Avocado mit einer Gabel pürieren und abgekühlten Reis beigeben. Zusätzlich kann auch ein Löffel frisch gepressten Orangensaft beigemischt werden.

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