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Kuhmilchproteinallergie oder Laktoseintoleranz?

Wie unterscheidet man eine Kuhmilchproteinallergie von einer Laktoseintoleranz?

Obwohl die Symptome bei beiden Beschwerden ähnlich sein können, handelt es sich um zwei unterschiedliche Probleme, die sich unterschiedlich auf den Körper auswirken können.

Bei der Kuhmilchproteinallergie reagiert das Immunsystem übermäßig auf Proteine, die in der Kuhmilch enthalten sind. Dies verursacht das Auftreten von Allergiesymptomen, entweder sofort oder erst einige Stunden nach dem Verzehr oder nach Kontakt mit laktosehaltigen Lebensmitteln. Die Allergiesymptome können sich an allen Organsystemen (Magen-Darm-Trakt, Haut, Atemwege), als generelles Unwohl oder schlechte Laune manifestieren. Babys und Kinder sind weinerlich und nehmen nicht ausreichend an Gewicht zu. In der Regel tritt die Allergie innerhalb der ersten Lebensmonate auf. Bei der Behandlung der Kuhmilchproteinallergie muss das Allergen vollständig aus der Ernährung ausgeschlossen werden.

Anders als bei derKuhmilchallergie hat die Laktoseintoleranz nichts mit dem Immunsystem, sondern nur mit dem Verdauungssystem zu tun. Laktoseintoleranz wird durch den Laktasemangel im Dünndarm verursacht. Dies ist ein Enzym, welches für die Verdauung von Milchzucker (Laktose) erforderlich ist. Ist das Enzym nicht ausreichend vorhanden, spricht man von der primären Laktoseintoleranz. Diese tritt sowohl bei gestillten Babys auf, als auch bei jenen, die mit der Flasche gefüttert werden. Mögliche Anzeichen für eine Laktoseintoleranz sind Blähbauch, Bauchschmerzen und Durchfall. Die Symptome treten in der Regel zwischen 30 Minuten und bis zu 2 Stunden nach dem Verzehr von laktosehaltigen Lebensmitteln auf. Die Laktoseintoleranz wirkt sich in der Regel nicht negativ auf Haut oder Atemwege aus.

Es gibt auch eine sekundäre Laktoseintoleranz, die durch Schäden am Darm verursacht wird. Bei schwerem Durchfall oder bei Kuhmilchproteinallergie kann der Dickdarm beschädigt werden, weshalb das Enzym Laktase von den Epithelzellen in unzureichender Menge ausgeschieden wird. In solchen Fällen ist es notwendig, für einige Zeit Laktose aus der Nahrung auszuschließen, bis der Darm wieder geheilt ist.



Die Symptome der Laktoseintoleranz können beseitigt werden, indem laktosehaltige Lebensmittel aus der alltäglichen Ernährung ausgeschlossen werden. Bei Säuglingen, die nachgewiesen unter Laktoseintoleranz leiden, bedeutet dies, dass eine Säuglingsmilchnahrung ohne oder mit reduziertem Laktosegehalt ausgewählt werden muss. In der Regel können nämlich die meisten Babys mit Laktoseintoleranz geringe Mengen an Laktose in den Lebensmitteln vertragen.

Sollten Sie bei Ihrem Kind eines der angeführten Symptome bemerken, raten wir Ihnen, den Kinderarzt aufzusuchen, der feststellen wird, ob es sich im konkreten Fall um eine Allergie, Laktoseintoleranz oder etwas Anderes handelt.

Was können Sie beim Kinderarzt erwarten?

Ihr Kinderarzt wird Ihnen wahrscheinlich einige Fragen stellen, um eine Diagnose besser erstellen zu können. Deshalb ist es ratsam, sich Antworten auf folgende Fragen vorzubereiten:

  • Womit verbinden Sie die Symptome? Was ist der Grund für das Auftreten der Symptome?
  • Wann sind die Symptome zum ersten Mal aufgetreten?
  • Wie schnell haben sich die Symptome entwickelt?
  • Wie lange dauerten die Symptome fort?
  • Wie oft treten sie auf?
  • Sind die Symptome jedes Mal gleich?
  • Haben Sie oder Ihr Partner eine Allergie (oder hatten Sie diese als Kind)?
  • Leiden die Geschwister Ihres Kindes unter Allergien?

Es ist sehr wichtig, den Kinderarzt zu konsultieren, bevor Milchprodukte aus der Ernährung des Kindes komplett ausgeschlossen werden. Die Milch enthält wichtige Inhaltsstoffe für ein gesundes Wachstum und die Entwicklung des Kindes, weshalb sie ein bedeutendes Lebensmittel in der Ernährung von Kindern darstellt. Wenn allerdings eine Diät ohne Milch erforderlich sein sollte, so wird Ihnen der Arzt eine Alternative anbieten und Ihr Kind entsprechend begleiten.

 Bei Kuhmilchproteinallergie wird als erste Wahl eine Milchnahrung empfohlen, bei der die Eiweiße in kleine Teile zersplittert sind (extensives Hydrolysat), z.B. Novalac Allernova AR, und sie deshalb keine allergischen Reaktionen verursachen. Allerdings bei sehr schweren Formen von Allergien sollte eine Milchnahrung auf der Basis von freien Aminosäuren (Grundbausteine von Eiweißen), z.B. Novalac Aminova, verwendet werden

Die Entscheidung, welche Milchnahrung für Ihr Kind am besten ist, überlassen Sie dem Kinderarzt.

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Tajana Würth,
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Mag. Polona Gašperič,
Leitern des Therapiebereichs für Novalac
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