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Hydratation bei Kindern

Mehr als die Hälfte (ungefähr 60 %) des menschlichen Organismus besteht aus Wasser, gerade deshalb ist es von großer Bedeutung, dass wir die Hydratation des Körpers im Gleichgewicht halten. Ein zu hoher Körperflüssigkeitsverlust wird als Dehydratation bezeichnet und ist am häufigsten die Folge von Durchfall, Erbrechen, übermäßiger Schweißabsonderung und eines zu geringen Flüssigkeitsausgleichs.

Aufgrund eines kleineren Körpergewichts und geringerer Wasservorräte im Körper, können Kinder wesentlich schneller als Erwachsene dehydrieren. Außerdem ist Erwachsenen Flüssigkeit leichter zugänglich, wobei Kinder auf die elterliche Fürsorge angewiesen sind.

Hydratation bei KindernDie einfachste Art und Weise eine Dehydratation zu verhindern, ist eine richtige bzw. ständige und ausreichende Hydratation des Körpers. Es ist von großer Bedeutung die Anzeichen einer Dehydratation beim Kind zu erkennen. Einen leichteren Flüssigkeitsverlust, können Sie anhand einer dunkleren Farbe des Urins feststellen und schon eine leichtere Dehydratation bzw. ein Körpergewichtsverlust von 1 bis 2 % begleiten häufig Kopfweh, Gereiztheit und Verstopfung. Eine starke Dehydratation können Sie an Symptomen wie Schläfrigkeit, klebrige Haut und trockene, rissige Lippen erkennen.

Obwohl Wasser einer der wichtigsten Nährstoffe ist, gibt es interessanter Weise keine genauen Ernährungsempfehlungen hierzu. Der tägliche Wasserbedarf lässt sich zwar errechnen, trotzdem ist es aber wichtig zu wissen, was alles zur Flüssigkeit zählt.

Bei Babys enthält schon ihre Nahrung die benötigte Flüssigkeit. Ganz gleich ob es sich dabei um Muttermilch oder Säuglingsmilchnahrung handelt, beträgt die Trockenmasse nur 5 %. Wasser und Natursaft werden als Beikost erst nach dem fünftem bzw. sechstem Lebensmonat empfohlen. Eine richtige Ernährung ermöglicht einem Kleinkind viele verschiedene Flüssigkeitsquellen, trotzdem ist natürlich Wasser immer, die primäre und beste Wahl. Außer Natursäften und ungezuckerten Tees ist eine ausgezeichnete Flüssigkeitsquelle "feuchte" Nahrung, dazu zählen Milch, frisches Obst und Gemüse (Zitrusfrüchte, Zucchini, Tomaten u. ä.).

Hydratation bei KindernWenn bei Babys die Energiebedürfnisse gedeckt sind, werden auch die täglichen Hydratationsbedürfnisse damit befriedigt. Die einfachste Art und Weise den Hydratationsstatus des Babys zu verfolgen, ist die Kontrolle der Körpergewichtszunahme und Entwicklung des Babys.

Eine ausreichende Einnahme von Flüssigkeit bei Kindern, die älter als ein Jahr sind, erreichen Sie damit, dass Sie dem Kind häufig Getränke anbieten. Bedeutend ist, dass Sie das Kind belehren, wie eine richtige Hydratation aussieht. Das bedeutet, dass Sie ihm so wenig wie möglich "gefärbte" und gezuckerte Flüssigkeiten geben und ihn daran gewöhnen Wasser zu trinken. In größeren Mengen, können gezuckerte Getränke und Tees eine geringere Einnahme von Nahrung, häufigeren Stuhlgang und sogar Durchfall verursachen, was zu einer schlechteren Entwicklung des Kindes führen kann.

Letztendlich bedeutet eine richtige Hydratation nicht nur eine regelmässige Einnahme, sondern auch eine entsprechende Auswahl von Flüssigkeit. Natürliche Obst- und Gemüsesäfte und Tees ohne Zuckerzusatz und Farbstoffe sind eine gute Quelle von Wasser, Vitaminen, Mineralstoffen, trotzdem ist und bleibt Wasser, die beste und natürlichste Flüssigkeit.

 

Tena Niseteo. Dipl.-Ing. der Ernährungstechnologieklinische Diätassistentin/Ernährungsexpertin

Referenzzentrum für Kindergastroenterologie und Kinderernährung
Zentrum für Essstörungen und klinische Diätetik
Klinik für Kinderkrankheiten, Zagreb, Klaićeva 16

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