
Gewürze, sind aufgrund des ISO-Standards, Produkte pflanzlicher Herkunft oder deren Mischungen, ohne Fremdbestandteile, mit einem spezifischen Geruch und Geschmack. Sie werden Gerichten, Lebensmitteln und Getränken für eine Geschmacksverbesserung und bessere Verdaulichkeit beigefügt.
"Würzig" ist nicht gleich "scharf", sondern umfasst eine ganze Vielfalt der Geschmäcker und Aromen, sowie verschiedene Sorten von Kräutern und Gemüse. Die Gewürze werden als mild, aromatisch, pikant oder scharf klassifiziert.
Die Einführung verschiedener Geschmäcker und Gerüche beginnt bei einem Kind nicht erst mit der Einführung sämiger Nahrung. Kinder lernen schon während des Stillens die Veränderungen im Geschmack der Muttermilch kennen. Diese Geschmacksveränderungen machen sich, aufgrund der täglichen Ernährung der Mutter und der Gewürze, die sie für die Zubereitung der Gerichte verwendet, bernerkbar.
Es muss betont werden, dass bei der Zubereitung von Milchnahrungen für Babys, keine Gewürze beigegeben werden dürfen.
Experten sind der Meinung, dass das Baby durch diesen frühen Kontakt mit verschiedenen Aromen der Muttermilch, verschiedene Geschmäcker kennenlernt und sich auf die Einführung von sämiger Nahrung und herkömmlicher Gewürze, die im Haushalt verwendet werden, vorbereiten kann. Die Einführung von sämiger Nahrung beginnen wir normalerweise mit Lebensmitteln, die einen einfachen Geschmack haben und führen danach auch neue Rezepturen ein.
Nach Empfehlung von Experten, sollte mit der Einführung von Gewürzen bis zum 8. Lebensmonat gewartet werden. Gewürze werden auf die gleiche Weise wie neue Lebensmittel eingeführt, stufenweise und in sehr kleinen Mengen. Bei der Einführung von neuen Gewürzen sollte ein Zeitabstand von mindestens 6 Tagen beachtet werden. So wird das Risiko einer Magenreizung verringert und die Ermittlung der Ursachen bei eventuellen ungewollten Wirkungen erleichtert.
Die häufigsten Gewürze in der Kinderernährung, die wir aber in sehr kleinen Mengen beigeben, sind:
Da Gewürze auch Heilkräuter sind, ist ihre Verwendung mehrseitig, von einer beruhigenden Wirkung, einer Verbesserung der Kinderverdauung und des Appetits, bis hin zu einer antibakteriellen und antioxidativen Wirkung. Mit Hilfe der Gewürze, die ihr Kind am besten verträgt, können Sie leichter neue Lebensmittel in seine Ernährung einführen. Es ist allgemein bekannt, dass Kinder früher neue Nahrung annehmen, wenn ihr ein bekannter Geschmack beigemischt wird.
Auf dem Markt finden wir verschiedene Mischungen, deshalb ist die richtige Wahl von Gewürzen sehr wichtig. Am besten ist es frische Gewürze aus kontrolliertem Anbau (Petersilie, Basilikum, Sellerie, Knoblauch, Zwiebeln, Thymian) und getrocknete Gewürze mit Zertifikat, eindeutiger Zusammensetzung und gültigem Verfallsdatum (Vanille, Zimt, Kümmel, Safran, getrocknetes Gemüse, Pfeffer) zu verwenden.
Vermeiden Sie gänzlich die Verwendung von Gewürzen und Gewürzmischungen mit Zusätzen wie: Salz oder Zucker, Geschmacksverstärker (z.B. Mononatriumglutamat (E 621)) und künstliche Farbstoffe.
In einem Haushalt müssen Gewürze in einem sauberen und trockenen Raum, geschützt vor Licht, aufbewahrt werden. Damit bewahren Sie ihre Qualität und verhindern eine Kontaminierung.
Gewürze machen die Kinderernährung interessanter und wohlschmeckender, gleichzeitig wird aber so ein übermäßiges Salzen und Zuckern für eine Verbesserung des Geschmacks verhindert.
Tena Niseteo, Dipl.-Ing. der Ernährungstechnologie
klinische Diätassistentin/Ernährungsexpertin
Referenzzentrum fur Kindergastroenterologie und Kinderernährung
Zentrum für Essstörungen und klinische Diätetik
Klinik für Kinderkrankheiten, Zagreb, Klaićeva 16