
Der Übergang zwischen Herbst- und Winterzeit ist auch die Zeit der Erkältungen, Grippe, verschiedener Arten von Bronchiolitis und Bronchitis... Zwei Drittel aller Infektionen in dieser Zeit beziehen sich auf die Atmungsorgane. Sie werden durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Das Immunsystem des Babys ist schwach und reift noch. In den ersten Monaten schützen das Baby gegen Infektionen die zusätzlichen Antikörper der Mutter, die vor der Geburt durch den Mutterkuchen in den Blutkreislauf des Babys übergegangen sind und direkt auch das Stillen. Von der Geburt an müssen dem Immunsystem des Babys optimale Bedingungen ermöglicht werden, so dass es lernt Krankheitserreger zu erkennen und entsprechend auf diese zu reagieren. Leider können wir das Immunsystem nicht wie Muskeln mit Training stärken, wir können aber solche Bedingungen schaffen, dass es optimal funktioniert.
Außer einem guten Ernährungszustand des Babys, ist es auch wichtig, dass Sie das Baby nicht unnötig Infektionen aussetzen. Zuerst sorgen Sie für ein regelmäßiges Lüften der Wohnung. Wenn das Baby Geschwister hat, die den Kindergarten besuchen, ist es vielleicht besser, wenn sie in dieser Zeit zu Hause bleiben. Damit verringern Sie die Möglichkeit der Infektionsübertragung. Gehen Sie mit dem Baby nicht in Einkaufszentren und andere Umgebungen, wo sich eine größere Zahl von Menschen aufhält. Solange die Außentemperaturen nicht zu niedrig sind versuchen Sie mit dem Baby regelmäßige Spaziergänge in der Natur zu machen.
Auch wenn wir das Baby noch so schützen, kann es passieren, dass es krank wird. Es folgen einige Worte zu der Ernährung der Babys während einer Krankheit.
Ernährung eines kranken Babys
Wenn das Baby während der Krankheit keinen Appetit hat, ist dass völlig normal. Auch wir als Erwachsene essen weniger, wenn wir krank sind, denn wir fühlen uns nicht wohl. Beim Baby ist es genauso. Während einer Krankheit ist es wichtig, dass Sie mehr Aufmerksamkeit einem ausreichenden Flüssigkeitsausgleich als dem Füttern schenken. Bei Babys mit Fieber kann es nämlich schnell zur Dehydratation kommen. Sorgen Sie dafür, dass das Baby immer mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird. Die Menge der nassen Windeln bezeugt, ob das Baby genug Flüssigkeit bekommen hat. Das Baby ist gut mit Flüssigkeit versorgt, wenn es am Tag 4–8 Windeln nass macht. Wenn Sie nicht sicher sind, ob der Flüssigkeitsausgleich bei Ihrem Baby ausreichend ist, suchen Sie Ihren Pädiater auf. Wenden Sie sich aber umgehend an den Pädiater, wenn das Baby nicht trinken will, damit Sie eine Dehydratation verhindern.
Wenn das Baby noch gestillt wird erhöhen sie die Häufigkeit des Stillens, so wird das Baby gesättigt und gleichzeitig getröstet. Auch wenn Sie häufiger stillen, achten Sie auf die Zahl der nassen Windeln pro Tag. Bieten Sie dem Baby auch Wasser oder milden Fencheltee, ohne Zucker, an.
Wenn das Baby an einer Virose leidet, kann es häufig aufgrund einer Magenreizung erbrechen. Das Erbrechen kann die Folge einer Virus- oder Bakterieninfektion sein. Bei Erbrechen ist es von großer Bedeutung, dass wir dem Baby kleinere Mengen von Flüssigkeit anbieten, damit der Magen nicht zusätzlich gereizt wird. Geben Sie Acht, dass das Baby, wenn es durstig ist, nicht schnell und hastig trinkt, denn das kann zu erneutem Erbrechen führen. Als Gegenmaßnahme können Sie einen Flaschensauger mit einem kleineren Loch verwenden.
Vergessen Sie nicht, dass das Baby mehr essen wird, wenn es sich wohler fühlt. Wenn das Baby ein paar Tage etwas weniger isst, wird das keine Folgen haben, solange es ausreichend Flüssigkeit bekommt. Kranke Babys brauchen keine besondere Diäternährung. Als Mahlzeit, bieten Sie dem Baby leicht verdauliche Nahrung an (ohne Zuckerzusatz). Wenn es auch an Erbrechen leidet sollte die Nahrung jedoch fettfreier sein. Zwingen Sie das Baby nicht zu essen, wenn es die angebotene Nahrung nicht essen will. Bieten Sie größeren Babys zarte, saftige Nahrung, in Form von Säften oder Suppen bzw. zartes Obst (Bananen, Melonen, Papaya), an.
Es ist wichtig, dass das Baby ausreichend ruht. Dafür schaffen Sie eine angenehme, ruhige Umgebung. Stillen wird ihnen die Arbeit erleichtern. Es ist wichtig, dass Sie das Verhalten des Babys ständig beobachten. Bei größeren Verhaltensveränderungen suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe auf.
Andreja Širca Čampa, Dipl.-Ing. für Lebensmitteltechnologie (Uni)
klinische Diätassistentin