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Die Bedeutung von Eisen in der Ernährung

An Anämie oder Blutarmut leiden in den Entwicklungsländern mehr als 42 % der Kinder, die jünger als 5 Jahre sind. Am häufigsten entsteht sie in der Zeit des schnellen Wachstums eines Kindes (vom 6. bis 24. Lebensmonat).

Es gibt verschiedene Ursachen für Anämie: Ernährungs- oder Mangel-bedingte Ursachen (Mangel an Eisen, Folsäure, Vitamin B12) und Infektionen (in den Verdauungsorganen). Eine der häufigsten Mangel-bedingten Anämien ist die Eisenmangelanämie.

Die Bedeutung von Eisen in der ErnährungDie häufigsten Gründe für einen Eisenmangel

Die häufigsten Gründe für einen Eisenmangel sind eine unzureichende Eisenzufuhr durch die Nahrung, verringerte Eisenabsorption, erhöhter Eisenbedarf und chronische Blutungen. Ein Eisenmangel kann eine Anämie oder Sideropenie auslösen. Bei Sideropenie verringert sich der Eisenvorrat in den Muskeln und in der Leber, bei Anämie die Eisen- und Hämoglobinmenge im Blut. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) liegt die niedrigste Hämoglobinkonzentration für Kinder, bis zum Alter von fünf Jahren, bei 110 g/l.

Eisenbedarf bei Babys

Gesunde Neugeborene, mit einem normalen Körpergewicht, die exakt am errechneten Geburtstermin zur Welt kamen, haben bei der Geburt einen Eisenvorrat, der ausreichenden für das Wachstum und die Entwicklung in den ersten fünf bis sechs Monaten ist. In dieser Zeit brauchen Babys nur eine geringe, fasst unbeträchtliche Menge an exogenem Eisen, was auch den verhältnismäßig geringen Eisenanteil in der Muttermilch erklärt.

In den nachfolgenden 6. Monaten kommt es bei Babys zur wesentlichen Erhöhung des Eisenbedarfs. In diesem Alter benötigten Babys eine Eisenmenge pro Kilogramm des Körpergewichts, die höher ist, als in jedem anderen Lebensabschnitt: 0,1 mg/kg des Körpergewichts. Deshalb werden in diesem Alter breiartige Nahrung und das Füttern von eisenreichen Lebensmitteln eingeführt.

Der Eisengehalt in Lebensmitteln

Die Eisenabsorption im Körper wird durch die Lebensmittelwahl, Lebensmittelkombination und die Form von Eisen beeinflusst. Unser Körper absorbiert wesentlich mehr Hämeisen (fast 25 %), das ausschließlich in Fleisch, Fisch und Geflügelfleisch vorhanden ist, als Nicht-Hämeisen (5–15 %), das in Lebensmittel tierischer und pflanzlicher (Blattgemüse, Getreide) Herkunft zu finden ist. Die Absorption von Eisen fördert Ascorbinsäure, besser bekannt als Vitamin C.

Viele Lebensmittel enthalten in ihrer Zusammensetzung Bestandteile, die mit Eisen schwerlösliche Verbindungen eingehen und so die Absorption verlangsamen und erschweren, dazu gehören z.B. Phytate, die im integralen Getreiden und Soja zu finden sind, Calcium und Phosphor aus der Milch und Phenolverbindungen im Tee, Kakao und Kaffee. Eine zu frühe Einführung von Kuhmilch in die Babyernährung, kann mikroskopische Blutungen in den Verdauungsorganen und Blutarmut verursachen. Kuhmilch ist eine schlechte Eisenquelle, deshalb wird als Hauptgetränk Muttermilch oder, wenn Stillen nicht möglich ist, adaptierte Säuglingsmilchnahrung empfohlen.

Bei der Zubereitung von Gerichten muss immer die entsprechende Lebensmittelkombination und Lebensmittelmenge beachtet werden. Da Babys und Kinder einen hohen Eisenbedarf haben, aber nur kleinere Mengen pro Mahlzeit essen, ist empfehlenswert, dass Kinder eisenreiche Lebensmittel (Fleisch und Gemüse) zusammen mit Vitamin C reichen Lebensmitteln (Obst und natürliche Fruchtsäfte, Gemüse) zu essen bekommen. Auf der anderen Seite muss eine Kombination mit Lebensmitteln, die die Eisenabsorption verhindern, vermieden werden.

Eine übermäßige Eisenzufuhr durch die Nahrung ist fast unmöglich. Dazu könnte es aber durch unkontrollierte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln kommen. Eine zu hohe Eisenmenge kann schlimme Folgen für die Gesundheit des Körpers haben, wie z.B. einen negativen Einfluss auf die Absorption von anderen Mineralstoffen (Zink, Kupfer).

Die Europäische Gesellschaft für pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) hat Maßnahmen für die Verhinderung des Eisenmangels bei Babys und Kleinkindern vorgeschlagen, die folgendes beinhalten: Stillen oder, wenn das nicht möglich ist, die Verwendung von adaptierter Säuglingsmilchnahrung, die Einführung der Kuhmilch erst nach dem ersten Lebensjahr und die Ernährung mit eisenreicher Nahrung.

Tena Niseteo, Dipl.-Ing. für Ernährungstechnologie.
Ernährungsexpertin/Diätassistentin
Klinik für Kinderkrankheiten, Zagreb

 

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